Kamelrennen in Nad al Sheba
Attraktion in Dubai: Kamelrennen in Nad al Sheba

Kamelrennen in Nad al Sheba

Im Süden von Dubai, direkt vor den Toren der Stadt, liegt die Kamelrennbahn Nad Al Sheba. Hier werden in den Wintermonaten zwischen Oktober und März regelmäßig Kamelrennen ausgetragen. Am islamischen Wochenende – also Donnerstag Nachmittag und Freitag Vormittag – wälzen sich tausende von Autos auf den Zufahrtsstraßen zu Nad al Sheba (Richtung Al Ain).

Kamelrennen in Nad al Sheba sind jedes mal ein großes Ereignis: Schon von weitem kann man die hohen Zelte und Tribünendächer an dem ovalen Kurs der Rennbahn sehen. Geladene Gäste und die Herscherfamilie sitzen in den Logen des Grandstand, alle anderen nehmen auf den – kostenfreien – Stahltribünen Platz – oder legen entlang des der Rennbahn Teppiche aus und „lagern“ mit den Familien bequem im Sand.

Ruhm und Ehre für den Sieger

Bei den Kamelrennen geht es um den Ruhm und die Ehre: Wetten ist strengstens untersagt. Der Stammbaum, hartes Training, eine Kraftdiät und aufwendige ärztliche Betreuung sind Grundlagen für die Erfolge der Rennkamel Züchter. Ein gutes Rennkamel wechselt dann auch schon mal für 200.000-300.000 Euro den Besitzer. Geritten werden die Kamele meistens von Jugendlichen oft aus Somalia oder Pakistan: Entscheidend ist das Körpergewicht. Kinder als Jockeys sind verboten.

Zwischen den Rennen besucht man in Nad al Sheba den etwas abseits vom Startplatz gelegenen Ladenbasar. Hier wird alles verkauft, was man für Kamelrennen so braucht: von der Jockey-Kleidung bis zu Zuckerrohrstückchen für die Kamele. Das wichtigste Kamelrennen in jedem Jahr findet am National Day von Dubai statt (2.12. – Gründung der VAE).

Der Besuch der Kamelrennbahn lohnt sich auch außerhalb der Rennzeiten. Rund um die Kamelrennbahn Nad al Sheba liegen die Gestüte der Züchter und Trainer.

Das Kamel in Dubai

Das Kamel (im Arabischen: el jamal) bekommt in ganz Arabien eine hohe Achtung. Es gilt als Symbol für Schönheit, Geduld, Ausdauer und Genügsamkeit. Die arabische Sprache kennt über 1000 unterschiedliche Namen für das Kamel. Und die Tradition der Kamele als Haustiere scheint auch in den Emiraten begonnen zu haben: Vor der Küste der Emirate, auf der Insel Umm Al Nar bei Abu Dhabi, wurden bei Ausgrabungen einer prähistorischen Siedlung die ersten Knochen von domestizierten Kamelen entdeckt. In der archäologischen Ausgrabungsstätte von Al Sufuoh (20 km südlich von Dubai) entdeckten Forscher die Skelette von etwa 50 Kamelen, die dort um 2000 vor Christus geschlachtet worden waren.

Kamelmarkt in Hili

Bis 1997 lag der Kamelmarkt (Souq Jamal) in Al Ain, etwa 130 km von Dubai entfernt. Weil er immer größer wurde, befindet er sich jetzt in Hili. Es ist der einzige Kamelmarkt in den VAE, auf denen Kamele öffentlich zu Verkauf angeboten werden. auf dem riesigen Areal gibt es et6wa 100 Pferche, in denen die Kamele stehen und auf ihre Käufer warten. Die meist pakistanischen Pfleger der Tiere erklären gerne für ein wenig Trinkgeld alles rund um den Kamelmarkt. Auch die Preise der Tiere sind interessant: Am billigsten sind die männlichen Kamele, die praktisch nur noch als Fleischlieferanten dienen - sie kann man manchmal schon für 1000 Dh (ca. 250-300 Euro) kaufen. Schon teurer sind dann die weiblichen Tiere, die allein wegen ihrer Milch etwa das 10 fache bringen. Junge Rennkamele werden dann doch teurer gehandelt.

Dubai / reise-reporter.de

Foto: Dubaitourism.ae


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