Neandertal-Museum
Neandertal-Museum

Neandertal

Den Namen hat das Neandertal von Joachim Neander - einem Kirchenmusiker ("Lobet den Herren, den mächtigen König der Ehren"). Seine Bedeutung allerdings bekam das Neandertal mit ein paar Knochenfunden im Jahr 1856. Ein regelrechter Wissenschaftsstreit brach aus als der Naturforscher Johann Karl Fuhlrott diese Knochenfunde als Skelett eines urzeitlichen Menschen interpretierte - unvorstellbar für die damalige Zeit. Heute kennt man auf der ganzen Welt den "Homo sapiens Neanderthalensis", den Neandertaler.

Seit 1841 war das Neandertal auch ohne den Neandertaler ein stark frequentiertes Ausflugsziel. Direkt auf einem Hügelkamm des Tals fuhr die erste Bahnlinie von Düsseldorf ins Elberfeld (heute Wuppertal) und brachte Ausflügler aus den Städten zum Neandertal. Die Schlucht des Neandertal wurde ursprünglich einfach "das Gestein" genannt und war bekannt für seine Naturschönheit. Ein großer Artenreichtum an Flora und Fauna, überhängende Gesteinsformationen, viele kleine Höhlen und Wasserfälle waren weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Heute sieht man nichts mehr davon: Die Kalksteine der Talränder wurden industriell abgebaut - das tatsächliche Aussehen der alten Schlucht kann man nur noch auf alten Stichen und Bildern der Künstler der Düsseldorfer Schule nachempfinden.

Eine touristische Attraktion über die Grenzen hinaus ist heute das moderne Neandertal-Museum, das als wegweisend und moderne für Museumskonzepte überhaupt gilt. Neben dem Hauptgebäude des Museums, in dem man via Kopfhörer an vielen Stationen wissenswertes und interessantes von der Urzeit bis heute auf eine einfache Art und Weise vermittelt bekommt, gehören eine Steinzeitwerkstatt, eine Freilandausstellung "Menschenspuren" und natürlich die neue Fundstelle zum Museumskonzept. Neue Fundstelle deshalb, weil auch die Original-Fundstelle - die Feldhofer Grotte - dem Kalkabbau zum Opfer gefallen ist. Bei Ausgrabungen 1997 und 2000 konnten jedoch neue Fundstücke in der Nähe der alten Feldhofer Grotte zutage fördert werden.

Das Museum ist täglich (außer Montags) von 10-18:00 Uhr geöffnet. Für die Anreise bietet sich z.B. die S-Bahn S 28 von Düsseldorf aus an. Von der Haltestelle Neandertal sind es 5 Minuten zu Fuß. Alternativ auch die S 8 bis Haltestelle Hochdahl - und dann der Beschilderung folgen. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6,50 Euro - und ist jeden Cent wert. Das Museum ist sehr gut auch für Kinder geeignet.

Neandertal Museum
Talstr. 300
40822 Mettmann
02104 - 979797

Tipp: Nach dem Besuch im Museum gibt’s eine "bergische Kaffeetafel" mit frischen Waffeln und heißen Kirschen in einem der anliegenden Cafes!
Foto: Reise-Reporter

Noch ein Tipp: Das Nahe Düsseldorf ist für seine Kunstmuseen bekannt. Zu den Museen in Düsseldorf zählen rennomierte Orte wie das K20 / K21 mit der Kunstsammlung NRW.


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